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Spaziergang durch Wien bei Vollmond

„Haben Sie wien bei Nacht gesehen?“ fragt Rainhard Fendrich in seinem Song von 1985. Zwar rät Fendrich dazu, sich von Dingen, wie dem Walzerklang und dem Riesenrad nicht vom Nachtleben ablenken zu lassen, ich habe dazu aber eine ganz andere Empfehlung. Wer die Chance hat, sich Wien einmal bei Nacht anzusehen, der sollte dabei auch die üblichen Touristen-Hotspots nicht auslassen. Das Schloss Schönbrunn samt Gloriette wirkt beispielsweise bei Nacht ganz anders, als bei Tageslicht. Aber auch Stephansdom und das Wiener Rathaus bieten einen einzigartigen Flair, wenn sie, von unten beleuchtet vor dem Nachthimmel strahlen. Abgesehen von der Touristentour, die Nachts überraschende Perspektiven auf die Wahrzeichen unserer Stadt zulässt, gibt es Nachts aber noch andere sehenswerte Dinge, die besonders bei Vollmond zur Geltung kommen.

Wien ist anders

Ein Spruch, der lange an den Einfahrten nach Wien auf Plakatwänden angebracht war, lautete „Wien ist anders“. Der Slogan hat sich eingeprägt und ist in den Sprachgebrauch übergegangen. Anders sein ist nicht immer etwas schlechtes, bedenkt man aber, dass in Wien 1,8 Millionen Menschen auf etwa 415 km² zusammenleben, während es in ganz Österreich 8,8 Millonen Österreicher gibt, dann wird deutlich, dass die Struktur der Stadt sich deutlich von den anderen Regionen Österreichs unterscheidet. Besonders deutlich wird es bei der Einwohnerdichte. Der Österreichische Durchschnittliegt bei 105 Einwohnern pro km². In Wien teilen sich 4.553, also mehr als 43mal so viele Menschen einen Quadratkilometer. Aber nicht nur die Topologie und die Einwohner sind anders. Wien hat auch im Verglech mit anderen, ähnlich großen Städten, viel, was es anders macht. So etwa bei den Grünflächen.

Spaziergang durch Wien bei Vollmond auf vielove.at
Das Wiener Rathaus und der Rathausplatz sind Nachts auf jeden Fall ein tolles Ziel

Das grüne Wien

In Wien gibt es für jeden Einwohner theoretisch 100 Quadratmeter Grünfläche. In den stark bebauten Gebieten gibt es immer wieder Parks, mit mehr, oder weniger Charme, die großen Flächen entlang der Donau, im Prater, oder in großen Anlagen, wie dem Kurpark Oberlaa, oder dem Donaupark, sind riesig. Auch der Lainzer Tiergarten ist ein tolles Naherholungsgebiet am Stadtrand. Alles zusammen hat man viele Möglchkeiten, direkt in der Stadt die Natur zu genießen. Das ist tagsüber sehr schön, aber Nachts bieten manche Stellen noch einen ganz anderen Charme und eine einzigartige Stimmung. Wer das einmal erleben möchte, sollte sich dafür etwas Zeit nehmen. Am besten, man wählt eine Nacht, in der es Vollmond gibt. Will man einen nächtlichen Spaziergang durch Wien unternehmen und bei Vollmond in der Natur sein, dann muss man bedenken, dass viele Gärten Nachts geschlossen werden. Der Schöbrunner Schlosspark, das Schloss Belvedere und der Burggarten sind beispielsweise gesperrt. Dagegen stehen der Prater, oder die Donauinsel zur Verfügung.

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Wien von oben kann man Nachts vom Donauturm, oder dem DC Tower am besten beobachten

Die Donau

Ein mächtiger Fluss, wie die Donau, hat Nachts einiges zu bieten. Wer über das Kraftwerk Freudenau auf die Donauinsel läuft kann dort Donau und neue Donau bei Mondlicht sehen. Im Prater bieten sich große Rasenflächen für ein nächtliches Picknick an. Mitten auf der Jesuitenwiese Nachts auf einer Decke den Sternenhimmel und den Vollmond betrachten, ist ein einzigartiges Erlebnis. Aber auch ein Spaziergang durch die Prater Hauptallee ist Nachts etwas Besonderes. Hier sind fast rund um die Uhr Läufer unterwegs und auch die Polizei fährt regelmäßig Streife. Sitzt man etwas abseits auf einer Parkbank, dann kann man das Geschehen entspannt beobachten und das Mondlicht genießen. Such man eher einen künstlichen Garten, durch den man Nachts spazieren kann, ist der Donaupark eine gute Wahl.

Rundgang

Ein Spaziergang durch Wien bei Vollmond kann aber auch ohne die dunklen Ecken in den Parks und den Naturgebieten tolle Erlebnisse bringen. Wer am Donaukanal entlang läuft kann die Stadt vom Wasser aus beobachten. Sucht man das Nachtleben, dann ist die Sunken City in den Sommermonaten eine gute Wahl. Man findet sie ganz einfach, wenn man von der Reichsbrücke auf der Donauinsel in Richtung des Leuchtturms geht. Die klassischen Sehenswürdigkeiten, wie etwa das Schloss Schönbrunn, das man ganz hervorragend sieht, wenn man die Johnstraße bergab geht, oder die Ringstraße sind bei Nacht wunderbar beleuchtet. Wer es gemütlicher mag, der kann auch ein Abendessen im Restaurant auf dem Donauturm reservieren. Ein atemberaubender Blick über Wien ist bei Vollmond und klarem Himmel garantiert. Wer es noch exklusiver und noch höher mag, der kann der Bar im DC Tower einen Besuch abstatten. Die 57 Lounge ist im obersten Stockwerk des höchsten Hauses von Wien untergebracht. Hier kann man nicht nur den Vollmond aus nächster Nähe sehen, sondern auch den Donauturm von oben.

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