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Wasserschaden durch Rohrbruch – Wer zahlt?

Wien hat eine hervorragende Wasserqualität. Während vergleichbare Städte immer wieder Probleme damit haben, die Bevölkerung mit sauberem Wasser zu versorgen, kommt Wien mit dem Wasser aus der Hochquellwasserleitung sehr gut aus. Dabei ist der Wasserverbrauch der Stadt unvorstellbar hoch. 130 Liter verbraucht jeder Einwohner pro Tag. Bei knapp 1,9 Millionen Einwohnern sind das fast 250 Millionen Liter, die in der Hauptstadt jeden Tag durch die Rohre fließen. Geht es um das Duschen, das Kochen, oder das Trinken, ist Wasser unverzichtbar. Problematisch wird es aber dann, wenn es unkontrolliert austritt. Alte Leitungen können durchrosten, oder anders beschädigt werden. Ein Wasserrohrbruch wird nicht immer sofort erkannt, kann aber für erhebliche Schäden sorgen. Ist es soweit, liegt ein Wasserschaden durch Rohrbruch vor, dann ist schnelle Hilfe gefordert. Aber wer zahlt für den Schaden?

Mietwohnung

In einer Mietwohnung ist der Sachverhalt recht einfach. Der Vermieter ist für die Erhaltung des Hauses zuständig. Dazu zählen Instandhaltungsarbeiten, wie auch das Austauschen der Wasserrohre, aber auch Reparaturen. Als Mieter ist man allerdings verpflichtet, die Wohnung vor Schäden zu schützen. Kommt es zu einem Wasserschaden und das Wasser tritt in großen Mengen aus, dann hat man die Pflicht, mit Handtüchern, Decken und allem was zur Hand ist, das Wasser aufzunehmen. Natürlich muss der Vermieter umgehend informiert werden. Die Mietervereinigung rät, dem Vermieter eine angemessene Frist zu setzen, den Wasserschaden durch Rohrbruch zu beheben. Allerdings ist der Vermieter nur für die Behebung des Problems, also des Wasserrohrbruchs zuständig. Beschädigungen am Hausrat muss er nur dann bezahlen, wenn der Schaden vorhersehbar war.

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Alte Wasserleitungen sind auch in der Wand der Korrosion ausgesetzt. Die Verbindungsstellen werden undicht und der Wasserrohrbruch ist nur eine Frage der Zeit

Vorhersehbarer Schaden

Ein Wasserschaden durch Rohrbruch tritt dann auf, wenn ein Wasserrohr undicht ist. Bis zum Anfang der 1980er Jahre kamen in den Wasserleitungen in Österreich noch Bleirohre zum Einsatz. Danach wurde auf Stahl-, Kupfer-, Edelstahl- und schließlich Kunststoffrohre umgestellt. Je älter die Rohre sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass es zu einem Wasserrohrbruch kommt. Die Ursachen dafür können Korrosion, oder ganz einfach Materialermüdung sein. Auch Materialfehler in den Rohren, oder Frost sind mögliche Ursachen. Kommt es in einem Haus zu mehreren Wasserschäden durch Rohrbruch, oder sind die Rohre sehr alt, dann ist ein Wasserrohrbruch vorhersehbar. Der Vermieter müsste in so einem Fall die Rohre austauschen. Tut er das nicht und kommt es zu einem Rohrbruch, dann ist er auch für die Folgeschäden an der Einrichtung haftbar.

Wasserrohrbruch

Ein Rohrbruch entsteht über einen längeren Zeitraum. In den seltensten Fällen platzt die Wasserleitung plötzlich und das Wasser läuft in großer Menge aus. Stattdessen beginnt der Wasserschaden mit einem feuchten Fleck. Ein winziges Leck im Rohr sorgt dafür, dass ständig eine geringe Wassermenge abgegeben wird und normalerweise in der Wand, oder der Decke bleibt. Als Bewohner merkt man den Wasserschaden erst dann, wenn sich ein feuchter Fleck bildet. Jetzt sollte man sofort reagieren und den Vermieter informieren. Die Gefahr der Schimmelbildung besteht und meist ist ein solcher feuchter Fleck auch nur der Anfang. Schnell kann ein winziges Loch größer werden und mehr Wasser austreten. Irgendwann läuft dann das Wasser aus der Wand, oder tropft von der Decke. Jetzt ist Gefahr in Verzug.

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Moderne Wasserleitungen bestehen aus Kunststoff. Nach den Bleirohren kamen Stahl- und Messingrohre zum Einsatz

Eigentum

Wohnt man nicht zur Miete, sondern in einer Eigentumswohnung, oder einem Haus, dann muss man sich selbst um die Reparatur kümmern. Auch hier gilt natürlich, dass man sofort reagieren muss. Auch ein geringer Wasseraustritt kann die Bausubstanz schädigen und eine große Reparatur erforderlich machen. Ist der nasse Fleck bereits zu sehen, kann man bereits von einem Wasserschaden durch Rohrbruch sprechen. Ein Notdienst, wie ihn Installateur Graf anbietet ist hier die erste Anlaufstelle. Rasch muss die undichte Stelle gefunden und saniert werden. Gegebenenfalls ist ein Austausch der alten Leitungen notwendig. Aber wer kommt hier für die Kosten auf? Welche Versicherung ist für einen Wasserschaden durch Rohrbruch zuständig?

Wer zahlt

Wohnt man zur Miete, übernimmt die Kosten für die Reparatur der Vermieter. Allerdings kann es auch weitere Schäden geben. Ein Teppich, der nass geworden ist, ist oft nachhaltig beschädigt. Auch Parkett, oder Laminat müssen nach einem Wasserrohrbruch oft ausgetauscht werden. Auch Möbel werden natürlich vom Wasser beschädigt. Der Wasserschaden durch Rohrbruch beschränkt sich meist aber nicht auf die eigene Wohnung. Speziell die Wohungen, die einen Stock tiefer liegen, werden in Mitleidenschaft gezogen. Auch dort kann es zu Schäden kommen. In Frage kommen für die Kosten zwei Versicherungen.

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Bei der Waschmaschine ist entscheidet, oder Zulauf, oder ein anderer Teil undicht ist. Nur die Schäden, die durch Leitungswasser entstehen, sind durch die Haushaltversicherung abgedeckt

Haushaltsversicherung

Einen Haushaltsversicherung deckt im Regelfall auch Wasserschäden ab. Allerdings beschränkt sie ihre Haftung auf austretendes Leitunsgwasser. Ist also der Zulaufschlauch der Waschmaschine defekt, dann springt die Versicherung für den Wasserschaden ein. Läuft das Abwasser aus der Waschmaschine aus, dann bleibt man auf den Kosten sitzen. Bei einem Wasserrohrbruch übernimmt also die Haushaltsversicherung die Kosten. Sie bezahlt Reparatur und Folgeschäden. Allerdings nur in der eigenen Wohnung. Kommt es auch bei anderen Bewohnern zu schäden, dann benötigt man eine weitere Versicherung.

Haftpflichtversicherung

Außerhalb der Wohnung ist die Haushaltsversicherung nicht mehr zuständig. Um etwaige Schäden bei Nachbarn, die durch einen Wasserrohrbruch in der eigenen Wohnung entstanden sind, zu decken, benötigt man einen Haftpflichtversicherung. Sie übernimmt die Kosten in der darunterliegenden Wohnung und ersetzt beschädigte Einrichtungsgegenstände.

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Schimmel, entwickelt sich rasch, wenn er optimale Bedingungen vorfindet

Wasserschaden durch Rohrbruch

Kommt es zu einem Wasserschaden durch Rohrbruch muss sofort reagiert werden. Auch ein kleiner Wasserfleck ist oft nur die Spitze des Eisbergs und ein Vorbote eines größeren Problems. In der Mietwohnung ist der Vermieter die erste Anlaufstelle. Hier muss eine Frist gesetzt werden. Bei Wohnungseigentum ist ein Installateurnotdienst die beste Wahl. Tritt Wasser aus muss unverzüglich der Hauptwasserhahn abgesperrt werden. Sind Elektroinstallationen in der Nähe muss auch der Strom aus Sicherheitsgründen abgeschalten werden. Die Reparatur und Schäden in der eigenen Wohnung übernimmt die Haushaltsversicherung. Schäden durch Leitungswasser, also auch ein Wasserschaden durch Rohrbruch, sind durch sie gedeckt. Schäden in den umliegenden Wohnungen deckt die Haftpflichtversicherung. War der Wasserschaden vorhersehbar, kann auch der Vermieter für die Schäden haftbar gemacht werden.

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